Die botanische Gattung Coffea
Die Gattung mit der lateinischen
Bezeichnung Coffea zählt zur Pflanzenfamilie der
Rubiazeen (Rötegewächse). Hierzu gehören
ca. 500 verschiedene Gattungen mit über 6.000 Arten.
In der Gattung Coffea sind zahlreiche mehrjährige
Sträucher und Bäume vertreten. Nicht alle speichern
jedoch in ihren Samen Koffein und einige haben nur eine
sehr entfernte Ähnlichkeit mit den uns bekannten
Kaffeepflanzen.
Sämtliche Coffea-Arten haben ihren Ursprung in Afrika.
Rund 60 Kaffeearten haben die Botaniker identifiziert,
die meisten davon sind Wildarten. Als Kulturpflanze ist
Kaffee verhältnismäßig jung und damit
nur wenige Generationen von seinen wild wachsenden Vorfahren
entfernt.
Von wirtschaftlicher Bedeutung für den Kaffeeanbau
sind nur 2 Varietäten: Coffea Arabica und Coffea
Canephora. Genetisch unterscheidet sich der Arabica
von anderen Kaffeearten durch die doppelte
Anzahl an Chromosomensätzen (vier statt zwei).
Coffea
Arabica, der arabische Kaffee, wurde
erstmals im 15. Jahrhundert in südjemenitischen Terrassengärten
kultiviert. Er verdankt seinen Namen dem bis zum 17. Jahrhundert
währenden Monopol der Araber auf den Kaffeeanbau.
Die wichtigsten Sorten sind heute Coffea Arabica
Typica und Coffea Arabica Bourbon. Arabica-Kaffees
bieten einen harmonischen und ausgewogenen Geschmack bei
niedrigem Koffeingehalt. Allerdings stellen sie hohe Ansprüche
an Anbau und Kultur. Sie verlangen konstantes Klima, aufmerksame
Pflege und gedeihen nur in Höhenlagen von ca. 600
bis 2.000 m über dem Meeresspiegel. Hochland-Arabicas
gelten als die besten Bohnen für die Herstellung
von Espresso-Kaffees. Auf Coffea Arabica entfallen fast
70 % der Welt-Kaffeeproduktion.
Coffea
Canephora (Robusta), der robuste Kaffee,
ist mit einer natürlichen Resistenz gegen Krankheits-
und Schädlingsbefall ausgestattet. Diese Kaffeeart
ist besonders schnellwüchsig und ertragreicher
als Arabica, jedoch kälteempfindlicher.
Deshalb wird Robusta in Flachland-Plantagen oder in
Höhenlagen bis maximal 600 m über dem Meeresspiegel
angebaut. Geschmacklich ist Robusta kräftiger und
er beinhaltet deutlich mehr Koffein. Annähernd
30 % der weltweiten Kaffee-Erzeugung werden von Robustas
bestritten.
Zu nennen wären noch die Arten Coffea
Liberica und Coffea Excelsa.
Beide sind jedoch in Bezug auf Verbreitung und Produktionsmenge
von geringer Bedeutung.
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