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Kaffee-Anekdoten
Die Entdeckung des köstlichen
Geschmacks und der wunderbaren Wirkung der Kaffeebohne
hat Geschichtenerzähler aus dem Morgenland zu vielen
märchenhaften Erzählungen inspiriert. Geschichten,
die man bis auf den heutigen Tag gerne liest und weitererzählt.
Beim Barte des Propheten
Als Mohammed der Prophet krank und matt daniederlag,
reichte ihm der Erzengel Gabriel eine Schale Kaffee.
Kaum hatte Mohammed den köstlich duftenden Trank
probiert, fühlte er sich aufs Herrlichste gestärkt
und belebt.
Lobet den Herrn ...
Die wahrscheinlich bekannteste Anekdote zur Entdeckung
des Kaffees erzählt von Ziegenhirten in Abessinien
(heute Äthiopien). Die Hirten waren verwundert,
dass manche ihrer Ziegen behäbig und träge
waren, andere hingegen sich wie toll aufführten,
umhersprangen und auch des Nachts nicht zur Ruhe kamen.
So fragten sie in einem nahen Kloster um Rat. Als die
Mönche die Ziegen auf ihren Weideplätzen beobachteten,
fiel ihnen auf, dass die übermütigen Tiere
rote, kirschähnliche Früchte von einem Strauch
mit weißen Blüten knabberten. Neugierig probierten
sie diese Früchte selbst, doch sie waren von ihrem
bitteren Geschmack so enttäuscht, dass sie die
Früchte ins Feuer warfen. Nicht lange, und es verbreitete
sich ein köstlicher Duft. Hierdurch ermutigt, machten
die Mönche aus den im Feuer gerösteten Früchten
einen Aufguss, der ihnen herrlich schmeckte. Und da
dieser Trank half, während der nächtlichen
Gebete wach zu bleiben, wurde er fortan als Geschenk
Gottes gepriesen.
Die Legende vom jungen Derwisch
Omar
Omar hatte die Stadt Mocha (uns bekannt als Mocca)
durch seinen festen Glauben und mit vielen Gebeten
von der Pest befreit. Als er jedoch zur Belohnung
die Prinzessin als Gemahlin forderte, fiel er in Ungnade
und wurde in die Wüste verbannt. Dort erschien
ihm eines Nachts ein Geist, der ihn zu einem Strauch
führte, ihn anwies die Samen aus den Früchten
zu lösen, sie zu rösten und in Wasser aufzuweichen.
Omar tat, wie ihm geheißen, doch die gerösteten
Samen blieben hart und das Wasser hatte sich schwarz
gefärbt. Dem Verdursten nahe, trank er von der
schwarzen Flüssigkeit, und siehe da, er war gestärkt
und wunderbar im Geist belebt. Frohen Mutes kehrte
er nach Mocha zurück und als er den Menschen
dort den wundersamen Trank zu kosten gab, wurde er
begnadigt. Ob ihm doch noch die Hand der Prinzessin
gegeben wurde, ist nicht überliefert, aber wenn
sie nicht gestorben sind ...
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