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Die Kaffeepflanze
Die Coffea-Arabica-Pflanze kann als
Baum eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. In
Kaffeeplantagen werden die Pflanzen jedoch durch ständigen
Rückschnitt als 2 bis 3 m hohe Sträucher kultiviert,
was die Ernte erleichtert und den Ertrag erhöht.
An den lang auslaufenden rutenförmigen Zweigen sitzen
die kurzstieligen, immergrünen, länglich-ovalen
Blätter. Sie fühlen sich lederartig an und sind
an der Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite heller.
Die Blätter sind 815 cm lang und 46 cm
breit. Die Wurzel ist pfahlartig ausgebildet und reicht
12,5 m in den Boden mit zahlreichen nahe an der
Oberfläche verlaufenden Nährwurzeln. Deshalb
ist die Kaffeepflanze auf ausreichend feuchte Böden
angewiesen.
Anbau in Kaffeekulturen
Die jungen Kaffeepflanzen werden als Setzlinge in Baumschulen
angepflanzt, wo sie durch ausreichend Schatten gegen
dauernde direkte Sonneneinstrahlung geschützt sind.
Nach etwa 10 Monaten, zu Beginn der Regenzeit, werden
die dann etwa 30 cm großen Pflanzen in die eigentlichen
Plantagen ausgepflanzt. Hier erhalten sie durch regelmäßigen
Schnitt ihre Strauchform. Nach 3 bis 4 Jahren trägt
der Kaffeestrauch erstmals Blüten. Jedoch vergehen
je nach Art und Sorte nochmals bis zu 10 Monate, bis
sich die befruchteten Blüten zur reifen Frucht
gewandelt haben.
Die Blüte
Die fünfgliedrigen Blüten
sind strahlend weiß und erinnern in Form und Duft
an den Jasmin. Sie stehen gehäuft in den Blattachseln,
verblühen in relativ kurzer Zeit und sind nur wenige
Stunden befruchtungsfähig. Die Blüteperiode,
meist unterteilt in Vor-, Haupt- und Nachblüte,
setzt am Ende der Trockenzeit unmittelbar nach den ersten
Regenfällen ein. Je nach Anbaugebiet kann sie einige
Monate dauern oder sich über das ganze Jahr
erstrecken.
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Legende:
1. Stempel
2. Staubgefäß
3. Fruchtknoten
4. Samenanlage
5. Fruchtstiel
6. Blütenröhre
7. Griffel
8. Blütenblatt |
Dementsprechend sind auch die jeweiligen
Erntezeiten unterschiedlich lang. In vielen Regionen
sind am Kaffeestrauch
gleichzeitig
Blüten, unreife und reife Früchte zu finden,
so dass hier eine ganzjährige Ernte möglich
ist.
Sowohl der Blüten-
als auch der Fruchtansatz erlauben bereits erste Schätzungen
über die Quantität der zukünftigen Kaffee-Ernte.
Diese Prognosen haben einen erheblichen Einfluss auf die
Preisentwicklung an den internationalen Kaffeemärkten.
Die Kaffeekirsche
Mit Ausnahme der Arabica-Varianten
sind alle Kaffeearten auf die Fremdbestäubung durch
Wind und/oder Insekten angewiesen. Aus den befruchteten
Blüten entwickeln sich in 710 Monaten die elliptischen,
kirschenähnlichen Steinfrüchte des Kaffeestrauches.
Die Farbe dieser so genannten Kaffeekirschen
wechselt im Verlauf der Reifung von Grün über
Gelb zu Rot bzw. Rotviolett. Überreife Kaffeekirschen
sind schwarz.
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Schnittdarstellung
Kirsche mit Legende:
1. Kirschhaut
2. Pulpe
3. Pergamenthaut mit Schleimschicht
4. Silberhäutchen
5. Kaffeebohne
6. Stiel |
Die Haut der reifen Kaffeekirsche
umschließt das weiche, weißgelbliche, zuckerhaltige
Fruchtfleisch (die Pulpe). Hierin sind in der Regel 2
Samen enthalten, die eigentlichen Kaffeebohnen. Diese
liegen mit ihren abgeflachten Innenseiten eng aneinander
gepresst, an der flachen Seite weisen sie eine charakteristische
Furche auf. Jede Bohne wird von einer dünnen, fest anhaftenden
Schale geschützt, dem Silberhäutchen. Jeweils
einzeln sind beide Kaffeebohnen zusätzlich von einer
locker aufsitzenden, dünnen und blassgelben Hülle,
der Pergamenthaut, umgeben.
Während Arabica-Bohnen eine länglich-schlanke
Form haben, sind die etwas kleineren Robusta-Bohnen eher
rundlich. Die Farbe der Kaffeebohnen ist im frischen Zustand
mattgrün in verschiedenen Nuancen.
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