| |
Das richtige Wasser
Unabhängig vom Brühverfahren: Wasser für
die Zubereitung von Kaffee sollte stets frisch, sauerstoffhaltig
und mineralreich sein. Denn die im Wasser enthaltenen
Salze und Mineralstoffe sind als Geschmacksträger
unentbehrlich für das Aroma des fertigen Kaffees.
Als wichtigstes Lebensmittel überhaupt unterliegt
das Wasser in Deutschland strengsten Kontrollen, die überall
eine einwandfreie lebensmittelrechtliche Qualität
gewährleisten. Dennoch gibt es je nach Standort enorme
Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung des Wassers.
Denn von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit hängt
es ab, welche Stoffe vom Grundwasser aus dem Boden herausgelöst
werden. So kann es sinnvoll sein, die Qualität des
Wassers zu optimieren, um den Genusswert des gebrühten
Kaffees zu steigern. Die Wasserhärte ist ein wesentlicher
Anhaltspunkt dafür, ob individueller Handlungsbedarf
besteht.
Was bedeutet Wasserhärte?
Die Wasserhärte ist ein Maß für die
Menge der im Wasser als Ionen gelösten Mineralien,
insbesondere Calcium und Magnesium. Je höher deren
Anteil ist, desto härter ist das Wasser. Die Maßeinheit
der Wasserhärte in Deutschland ist der deutsche
Härtegrad (°dH), zur Vereinfachung hat sich
eine Unterscheidung von 4 Wasserhärtebereichen
(von 1 = weich bis 4 = sehr hart) durchgesetzt. Im internationalen
Meßwesen wird der Härtegrad heute in Millimol/L.
(mmol/l) angegeben.
| Härtegrad (°dH) |
= Härtebereich |
= Millimol pro Liter |
bis 7
|
1 (weich)
|
bis 1,3 |
| 7 bis 14 |
2 (mittel) |
1,3 bis 2,5 |
| 14 bis 21 |
3 (hart) |
2,5 bis 3,8 |
| über 21 |
4 (sehr hart) |
über 3,8 |
Zuviel Kalk bringt Probleme
Beim Erhitzen von Wasser fallen Karbonate aus. So entsteht
z. B. aus dem im Wasser gelösten Calcium unlösliches
Calciumkarbonat, das sich als Kalk (auch Kesselstein
genannt) im Heiz- und Brühsystem der Kaffeemaschinen
ablagert. Vereinfacht gesagt: Je härter das Wasser,
desto größer das Kalkproblem und desto häufiger
ist eine Entkalkung des Gerätes mit speziellen
Entkalkungsmitteln nötig. Und was den Geschmack
betrifft: Als ideal für die Kaffeebereitung gilt
ein Grad deutscher Härte von 8 bis 9, d. h. Wasser
mittlerer Härte. Zu weiches Wasser begünstigt
eine Überextraktion und führt zu bitterem
Kaffee. Zu hartes Wasser oder ein sehr hoher Chlorgehalt
können das Herauslösen der Aromastoffe aus
dem Kaffeemehl beeinträchtigen. Wasserfilterung oft eine
sinnvolle Lösung
Mit verschiedenen Filtersystemen, die in die Wasserbehälter
der Kaffeemaschine eingesetzt werden (oder mit einem
externen Krugfilter), lässt sich der Calciumgehalt
des Wassers vor Gebrauch reduzieren. Je nach Technik
und Wirkungsweise des Systems können hierbei
noch weitere unerwünschte Inhaltsstoffe des Wassers
herausgefiltert bzw. reduziert werden: z. B. Chlor
(Chlorverbindungen), das von Wasserversorgungsunternehmen
häufig zu Desinfektionszwecken eingesetzt wird.
Oder Blei- und Kupferrückstände, die aus
veralteten Wasserleitungen herrühren können.
Weitere Informationen zu Entkalkungsmitteln/Filtersystemen
finden Sie unter
Plegezubehör
1. Informieren Sie sich bei
Ihrem örtlichen Wasserversorgungsunternehmen
über den Härtegrad Ihres Leitungswassers
und verwenden Sie gegebenenfalls gefiltertes Wasser.
2. Um abgestandenes Leitungswasser zu vermeiden,
lassen Sie es erst ein wenig ablaufen.
3. Verwenden Sie kein Mineralwasser für die
maschinelle Kaffeezubereitung, da dies das Gerät
schädigen könnte. |
|
|