DIE RICHTIGE MASCHINEHandhebelmaschinen

 

 

Handhebelmaschinen

Espresso-Puristen schwören auf die klassische Urform der Espressomaschine.
Schon optisch ein Genuss, ermöglicht die Handhebelmaschine bei jedem Brühvorgang ein individuelles Genusserlebnis. Vorausgesetzt, man besitzt das nötige Fingerspitzengefühl. Inbegriff dieses Gerätetyps ist für die meisten Kenner das Gerät von La Pavoni, das auf Grund seines unverwechselbaren Designs seinen festen Platz im Museum of Modern Art in New York hat. Wer sich für ein Gerät dieser High-End-Kategorie entscheidet, erhebt damit die Zubereitung von „original italienischem Espresso” zur Kulthandlung. Und das beinhaltet die Bereitschaft, sich mit den Finessen der Bedienung von Hand intensiv zu befassen.

Wie funktionieren Handhebelmaschinen?

Wie bei allen Espressomaschinen ist die Erhitzung von Wasser in einem Boiler-System die Basis der Getränkezubereitung. Anders als bei den meisten automatischen Maschinen können die meisten Handhebelgeräte bei der Zubereitung von Espresso jedoch fast zeitgleich Milchschaum für Cappuccino erzeugen. Der Boiler bei der La Pavoni ist beispielsweise so konstruiert, dass vom oberen Teil heißer Dampf und vom unteren Teil Wasser entnommen werden kann. Vor dem Brühvorgang muss der Siebträger manuell mit Espressomehl befüllt und in das Gerät eingesetzt werden. Umgekehrt gilt es nach jeder Zubereitung, den Kaffeekuchen aus dem Siebträger von Hand zu entfernen, um diesen für den nächsten Brühvorgang mit Kaffeemehl zu befüllen.

Da Handhebelgeräte über keine Pumpe verfügen, die automatisch für den „richtigen” Druck bei der Espressobereitung sorgt, muss der Brühvorgang in Bezug auf Dauer und Druck durch den mechanischen Druckhebel individuell gesteuert werden. Wie stark oder schwach der Espresso wird, hat man also bei jeder einzelnen Zubereitung selbst in der Hand. Bei vielen Geräten zeigt ein Manometer den je nach Hebelstellung gewählten Brühdruck an – eine wertvolle Hilfe, um präferierte Einstellungen bei der nächsten Zubereitung wiederholen zu können.

Exklusivität hat ihren Preis

Wie in der „Espresso-Oberliga” nicht anders zu erwarten: Bei Handhebelgeräten führender Markenhersteller, die sich durch anspruchsvolle Mechanik und langlebige Qualität auszeichnen, liegen auch die Preise auf entsprechend hohem Niveau. Für ein Gerät der Einstiegsklasse sollten Sie von Anschaffungskosten ab ca. 500,00 € zzgl. Zubehör (z. B. separate Mahlstation) ausgehen.

 

Wichtige Kauftipps

1. Lassen Sie sich die Handhabung des Gerätes im Detail erklären, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.
2. Vergleichen Sie die Handhabung und die Kosten-/Nutzen-Relation mit dem Komfort eines Espresso Vollautomaten der gleichen Preisklasse.
3. Stellen Sie sicher, dass Sie über den Händler bei Bedarf Beratung und Reparaturdienstleistungen erhalten.