DIE GESCHICHTE DES KAFFEESVerbreitung des Kaffees in der arabischen Welt

 

 

Verbreitung des Kaffees in der arabischen Welt

Über Mekka und Medina eroberte der Kaffee in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts unter dem Namen „kahwa” das arabische Großreich. Hierbei dürften die zahllosen Pilger, die das Heiligtum der Mohammedaner in Mekka besuchten und dort das neue Getränk kennen lernten, eine Schlüsselrolle gespielt haben.

1510 gelangte die Kaffeebohne nach Kairo, doch schon bald entbrannte ein Streit um die Nützlichkeit des Kaffeetrinkens. 1511 veranlasste der Statthalter des ägyptischen Sultans die Schließung der Kaffeeschänken in Mekka, da er sich als erneuerungsfreudiger Amtsträger insbesondere von der Gemeinde der Kaffeetrinker verspottet fühlte. Diese Schließung wurde jedoch vom Sultan selbst bald wieder aufgehoben.

Unbeeinträchtigt vom vorübergehenden „politischen” Kaffeeverbot in Arabien übernahmen 1517 die Türken für gut 100 Jahre die Ausbreitung des anregenden Getränks, das bei ihnen als „kahve” große Popularität erlangte. Einhergehend mit der Expansion des Osmanischen Reiches – zur Blütezeit zählten hierzu Syrien, Jemen, Ägypten und das südöstliche Europa – entstanden überall öffentliche Kaffeehäuser, in denen man sich dem Kaffeegenuss hingeben konnte.