DIE GANZE WELT DES KAFFEES Die Zubereitung Zubereitungsmethoden

 

 

Türkischer Mocca

Für türkischen Kaffee gibt man feines Kaffeemehl, Zucker und Wasser in genau dieser Reihenfolge in ein kleines als Ibrik bezeichnetes Messing- oder Kupferkännchen mit einem langen Griff. Man sollte schon 2 gestrichene Teelöffel Kaffee pro Tasse rechnen und jeweils einen Teelöffel Zucker auf einen Teelöffel Kaffee. Diese Mischung lässt man aufkochen und nimmt dann so gleich das Kännchen vom Herd. Da die Flüssigkeit beim Kochen aufschäumt und bis zur schmalen Öffnung aufsteigt, darf der Ibrik nicht bis zum Rand gefüllt werden. Türkischer Kaffee wird erst nach dreimaligem Aufkochen serviert. Traditionell wird diese Spezialität mit gemahlenem Kardamom gewürzt. Je nach Brühzeit kann das Ergebnis zur Überextraktion, sprich Bitterkeit, neigen.

 

Kannenaufguss und Pressstempelkanne (Caffetiere, Bodum-Kanne)

Feines Kaffeemehl wird in ein Gefäß gefüllt und mit heißem Wasser übergossen. Abhängig vom Mahlgrad beträgt die Brühzeit 3 bis 5 Minuten. Abschließend werden Kaffee und Kaffeesatz durch Filtration, bzw. durch das Runterdrücken das Kolbens getrennt. Das Resultat ist ein sehr aromatischer Kaffee mit guter Fülle.

 

Handfilterung und klassische Filter-Kaffeemaschine

Manuelle und maschinelle Zubereitung erfolgen nach dem gleichen Prinzip: Mittelfeines Kaffeemehl in einem Filter wird langsam mit heißem Wasser übergossen, der gebrühte „Filterkaffee” läuft in eine Kanne. Das Ergebnis hängt wesentlich von der richtigen Brühtemperatur (ideal: 95 °C) und dem verwendeten Filter ab. Abgesehen von der komfortablen automatischen Zubereitung gewährleistet die Kaffeemaschine durch konstante Brühtemperatur und Durchflussmenge gleichbleibende Ergebnisse.


Geschmackssache: Der Kaffeefilter

Papierfilter können bei der Filtration auch einen erheblichen Teil der Emulsion (Aromatische Öle) und Suspension (Fülle/Körper) zurückhalten. Bestandteile also, die für Aroma und Geschmack des Kaffees verantwortlich und deshalb erwünscht sind.
Zudem wird das Filterpapier nicht von jedem Kaffee-Gourmet als geschmacksneutral empfunden. Deshalb erhält der Metallfilter (Goldfilter) oftmals den Vorzug gegenüber der Filtertüte aus Papier.

 

Die Vakuum-Methode

Die klassische Espresso-Herdkanne (wie auch diverse Kolbenzylinder-Geräte für den Herd) funktionieren nach dem Vakuum Prinzip: Das im unteren Geräteteil befindliche Wasser wird erhitzt, im oberen Geräteteil entsteht ein Vakuum. Das siedende Wasser steigt durch den Unterdruck auf, durchläuft das Kaffeemehl im oberen Geräteteil und wird als fertiges Getränk aufgefangen.
Das aromatische Ergebnis ist „schwer espresso-verdächtig”, jedoch fehlt aufgrund des drucklosen Brühvorgangs die espresso-typische Crema.

 

Espresso-Methode

Heißes Wasser wird mit 9–15 bar durch festgedrücktes, feines Kaffeemehl gepresst. Die Brühtemperatur liegt mit 88–94 ºC etwas niedriger als bei den anderen Brühmethoden. Durch die Kombination von Druck und Hitze werden Duftstoffe und wasserlösliche Aromastoffe extrahiert, es entsteht eine Emulsion unlöslicher aromatischer Öle (kleinste Tröpfchen aromatischer Öle in Wasser) und eine Suspension aus kleinsten Kaffeepartikeln in Wasser (Fülle/Körper). Beides gibt dem Espresso seinen unverwechselbaren Charakter. Bei richtiger Zubereitung wird das Ergebnis zu dem von einer Schaumdecke aus feinsten Luftbläschen gekrönt (Crema).